Kunst und Kultur
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Egon Schiele: Melancholie
und Provokation
German Fashion Design 1946-2012
Das jüdische Budapest
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Helden Afrikas. |
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Sergej Chilikov |
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Rudolf Finsterwalder (Hg.): Form follows Nature. Eine Geschichte der Natur als Modell für Formfindung in Ingenieurbau, Architektur und Kunst Deutsch /Englisch Naturschöpfungen, wie die menschliche Hand, sind nach dem amerikanischen Architekten Buckminster Fuller technologische Höhepunkte, die menschliche Gestaltung nicht übertreffen, aber denen, und das muss ihr Bemühen sein, sie möglichst nahe kommen kann. Der Gedanke, dass Technik nichts Menschen gemachtes sein muss, und sich technische Lösungen in der Natur beobachten lassen, ist an sich nicht neu. Albrecht Dürers Satz „Denn wahrhaftig steckt die Kunst in der Natur, wer sie heraus kann reißen, der hat sie“ erinnert daran und mehr noch die delikaten, täglich wahrnehmbaren Naturdinge wie Eier, Bienenwaben, Vogelnester, Termitenbauten oder Spinnennetze, allesamt Konstruktionen, die mit ihren genialen Zweck-Mittel-Relationen den Geist des Architekten und Künstlers herausfordern. .... mehr |
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Bild-Performanz
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Josef Koudelka
Selten ein Lächeln, spielende Kinder, die nackten Betonwände ärmlicher
Wohnungen, Heiligenbildchen, verliebte Pärchen, Musiker und ihre
Instrumente, Hunde, Pferde: Innenansichten aus der Welt der Roma, der
mit 12 Millionen Menschen größten und am meisten marginalisierten
Minderheit Europas. |
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Ferdinand Hodler - Landschaften
„Das ewige Element der Natur auszudrücken – die Schönheit; daraus die
wesentliche Schönheit zu befreien“ – Ferdinand Hodlers (1853-1918)
Landschaften sind Ausdruck eines tiefen Sendungsbewusstseins. Er bildet
Landschaft nicht einfach ab, sondern folgt darin Paul Klee, der
feststellte, dass Kunst nicht das Sichtbare wiedergäbe, sondern sichtbar
mache. In einem Transformationsprozess arbeitet Hodler aus der
Betrachtung der unendlich komplexen Natur in künstlerischer Reduktion „
Hodler-Landschaften“ heraus. .... mehr |
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Eva Cancik-Kirschbaum,
Margarete van Ess und Joachim Marzahn (Hrsg.) Babylon - Wissenskultur in Orient und Okzident
Der Aufruf des Aristoteles, man solle keine Mühe oder Unkosten scheuen
um das Wissen alter, barbarischer, auch östlicher Kulturen zu erforschen
und es in die eigene Wissensproduktion einbeziehen, findet sein Echo in
der jüdischen Tradition, die in der Schriftkultur Babylons die Mutter
der eigenen Gelehrsamkeit verortet. Ebenso bezeugen das zwar vorwiegend
negative und theologisch überspitzte Bild Babylons, wie es im
Christentum tradiert wird, oder der weit in die islamische Zeit
hineinreichende Kult der Sabäer, die den babylonischen Mondgott Sin
verehrten, die Kontinuität der babylonischen Kultur und den hohen Rang
und wissenschaftlichen Stellenwert, den Babylon als frühe Zivilisation
bis heute hat. .... mehr
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Henning Ritter
Welchen Reichtum an Gedanken hätten wir, wenn jeder seine Lektüre ab dem
Alter von 15 Jahren in Form von Notizen dokumentieren würde. Die
Re-Lektüre dieser Mitschriften ließe den Wissensberg und die Befassung
mit ihm ins Unendliche anwachsen. Dieses Bild entwirft Henning Ritter in
seinem Buch und erinnert damit an die Metapher Walter Benjamins vom
zurückweichenden Engel der Geschichte, der, den Rücken der Zukunft
zugewandt, sich den unaufhörlich anwachsenden Trümmern der Vergangenheit
gegenüber sieht oder an den Welt-Bibliothekar Jorge Luis Borges und
seinen Kosmos sich kreuzender und sich aufeinander beziehender
Kurzgeschichten.
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Ruinen in der Moderne: Ruinen
lösen den Widerspruch von vergangener und gegenwärtiger Zeit auf und
führen sie in einem Moment sinnlicher Erfahrung zusammen. Sie sind die
sichtbaren Boten des Vergangenen und eine Projektionsfläche des
Gegenwärtigen. Als Botschafter der Vergangenheit künden sie von der
Größe des antiken Griechenlands oder des alten Roms. Gleichzeitig sind
sie Zeichen für etwas Vergessenes und Vergangenes.
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Bruno Taut
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Eckhardt Köhn
Der erste große fotografische Wurf gelang Rolf Tietgens, dem
Spross einer großbürgerlichen Hamburger Händlerfamilie, passender Weise
mit einem Bildband zum Hamburger Hafen. Die Fotos dokumentieren aus der
Perspektive eines zufälligen Betrachters das Alltägliche, von der
Löschung einer Ladung tropischer Hölzer, dem Treiben um die
Hafenkneipen, bis zu Studien von Takelagen, Schiffsrümpfen, Hebekränen,
Kutschen und Lastern. Die Einmaligkeit Hamburgs und gleichzeitig das
fast archetypisch-wesenhafte des Hafens kommen zum Ausdruck. Paradoxer
Weise erscheint der Band 1939, vier Monate nachdem Tietgens ins
amerikanische Exil reiste. |
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Man Ray Portraits Paris-Hollywood-Paris Herausgegeben von Clément Cheroux Übersetzt von Matthias Wolf Fasziniert von der europäischen Avantgarde, den Surrealisten und Dadaisten nahm Man Ray als junger ambitionierter Künstler seinen Weg von der Portraitmalerei zur Portraitfotografie. Sein oft bekundetes Interesse am menschlichen Gesicht findet sich in der Schenkung von 12304 Negativen, die 1994 und 1995 dem Musée national d´art moderne zu Teil wurde, bestätigt. Zwei Drittel der Aufnahmen aus einem halben Jahrhundert (1921-1976) sind Portraits von Berühmtheiten aus Literatur, Kunst und Gesellschaft. Der Erfolg Man Rays erwuchs aus der Mundpropaganda. Befreundete Künstler, wie Marcel Duchamps machten ihn schnell in der Szene am Montparnasse bekannt und verhalfen ihm zu zahlreichen Aufträgen. Die Begeisterung seiner Kunden ermöglichte es Ray, Freunde unentgeltlich abzulichten und von zahlungskräftigen Kunden gigantische Preise für die einzelnen Portraits zu fordern. .... mehr |
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René Burri Brasilia Herausgegeben von Arthur Rüegg René Burri, der große Menschenfotograf, berühmt für seine Portraitaufnahmen, wie den Zigarre rauchenden Che Guevara, dokumentiert in diesem Fotoband die Entstehung Brasilias, der modernen Kunststadt par excellence. Das Bildmaterial reicht von den Anfängen des Bauprojektes, 1958, bis in die späten 1990er Jahre. Als Verwirklichung eines Utopia wurde die vom Architekten Oscar Niemeyer geplante und realisierte Stadt gefeiert. Im Zentrum Brasiliens gelegen, im Dschungelgebiet weitab von den großen Metropolen des Landes, ist Brasilia ein gigantischer architektonischer und gesellschaftlicher Entwurf zugleich. Kritiker nannten den Präsidenten, der den Bau Brasilias gegen alle Widerstände durchsetzte „Pharao Kubitschek“, warfen ihm Größenwahn vor. Burri war von dem Projekt beeindruckt. Anfangs nur für drei Wochen, auf der Suche nach einem Thema für eine große Fotoreportage gekommen, blieb der Fotograf ein halbes Jahr und kehrte immer wieder zurück. .... mehr |
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William Eggleston - Before Color Erschienen im Steidl Verlag Egglestons dunkle Schwarzweiß-Fotografien führen durch den Süden der USA der 50iger Jahre. Blättert man durch den Band mit den gut gesetzten Fotos, ist es als dringe man in ein tonlos tristes Road-Movie ein. Leere Highways, ein Cadillac bei dem nur einer der Scheinwerfer leuchtet, kahle, schäbige Motels, vereinzelte Menschen auf den Straßen, wie vor Kulissen platziert. An den Tankstellen mit ihren Schnell-Restaurants scheinen ausgerechnet Schriftzüge der Reklameschilder die einzige Ornamentik zu bilden, die dem Auge Abwechslung schafft. Die Architektur ist verloren in der Landschaft und die Menschen verloren in der Architektur: „Obwohl die Fotos es nicht zeigen können, gab es damals nichts, was einen von diesem Horror befreien und das Neue mit dem Alten harmonisieren konnte als die Musik aus Memphis“, schreibt Dave Hickey in seinem in englisch verfassten, eröffnenden Essay zu den Fotos Egglestons und vergleicht die Atmosphäre, die sie transportieren, mit Fotos aus der sowjetischen Ära Sibiriens oder aus dem British Raj. Es geht ein gewaltiger Sog von den Bildern aus, immer wieder zieht einen ein winziges Detail in die vorerst für nüchtern gehaltenen Schnappschüsse und enthüllt Emotionen, wie in dem außergewöhnlichen Portrait eines jungen Mannes, der in einer wunderbaren Pose festgehalten wurde. Stark ethnographisierend sind viele von Egglestons Fotos, wo sie den kleinbürgerlichen Wohlstandstraum abbilden und dabei kontrastieren sie mit den Bildern, die fast symbolhaft die ungleiche Behandlung von schwarzen und weißen Amerikanern und die Segregation einfangen, die den Alltag im Süden der USA noch lange verdunkeln sollten.
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Landschaft und
Kunstbauten -
Das Spannungsfeld von Landschaft oder gewachsenen Siedlungen und in sie
hinein gegebenen neuen künstlichen Strukturen stellen Jürg Conzett und
Martin Linsi an Beispielen Schweizer Brücken, Passstraßen, Tunnel,
Viadukten und Befestigungsmauern in 23 Landschaftsteilen vor. |
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Henri Bava, Michel
Hoessler, Philippe Olivier
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Isolde
Ohlbaum
Katalogband
Es muss so sein, dass sie kaum eine Buchmesse, eine Lesung,
eine Preisverleihung oder ein Festival zwischen 1975 und heute versäumt
hat. Wie sonst hätte Isolde Ohlbaum dieses beeindruckende Archiv des
literarischen Lebens im deutschen Sprachraum schaffen können, das darüber
hinaus eine große Zahl von Autoren aus aller Welt einschließt, die hier
gearbeitet haben oder geehrt wurden? Die 352 Bilder von 357 Autoren sind
alphabetisch geordnet, so dass Herbert Achternbusch den Anfang macht und
der Pfeife schmauchende Carl Zuckmayer den Schluss. Dazwischen folgen
Philosophen, Dichter, Sachbuchautoren und Belletristen, Tote und Lebende,
Junge und Alte, Nobelpreisträger und Debütanten in bunter Reihe
aufeinander. Außer einem Namensregister sind diesem gewichtigen Bildband
nur fünf Textseiten beigegeben, zwei für das Vorwort des Verlegers Lothar
Schirmer, der für die Auswahl der Photographien verantwortlich ist und
drei für einen Essay des ebenfalls porträtierten Cees Nooteboom über
Isolde Ohlbaum. Darin heißt es: Wie oft habe ich
Isolde Ohlbaum gesehen, einen gefangenen Schriftsteller im Schlepptau, auf
der Suche nach dem richtigen Ort in einem Gang oder auf einer Treppe, an
einem Baum oder einem Geländer, ...
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Liu Heung Shing China: Porträt eines Landes Liu Heung Shing, langjähriger Korrespondent der Associated Press und des Time Magazine, präsentiert 88 Fotografen aus China, die die Zeit von 1949 bis heute belichten. Frühere politische Propaganda-Fotografien in schwarzweiß kontrastieren mit fast irreal farbigen Szenen der Pekingoper; zeitgeschichtliche Ereignisse, Menschenportraits und Alttagsszenen rufen sechs Jahrzehnte China in Erinnerung. Zhou Chaos außergewöhnliche Fotografie von 2007, auf einer Doppelseite wiedergegeben, zeigt, fast geometrisch angeordnet, mehr als fünfzig junge Erwachsene auf Matten liegend, manche in Schlafsäcke oder Tücher eingehüllt, manche nur in ihrer farbigen Kleidung. Eine künstlerische Performance? Die Bildunterschrift belehrt, dass es sich um die, während einer staatlichen Prüfung in einer Halle untergebrachten Eltern handelt, die auf ihre Kinder warten. Fast ethnographische Wohn-Stillleben machte Hu Yang 2005 und veranschaulicht damit das Auseinanderdriften von Armut und Wohlstand in China. Berührende Bilder stammen vom Herausgeber des Bandes selbst, vom Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens oder von Guo Tielu, der die Verheerungen des Erdbebens, 2008, in der Provinz Sichuan festhielt. Den Menschen im Wechselspiel mit grandiosen Landschaften zeigen der Performancekünstler Rong Rong, von der Fotografin Inri aufgenommen oder Quin Wen, mit einer Aufnahme aus seiner Fotodokumentation über die Drei-Schluchten-Region des Jangtse. Die kulturelle Vielfalt des gigantischen Landes, das fast einen Erdteil ausmacht, ist selten im Fokus der ausgewählten Fotografien. Auch die in Englisch, Deutsch und Französisch gegebenen Untertitelungen sind zu kurz gekommen. Die Texte sind sehr formal und nicht frei von Ungereimtheiten. Der gewichtige Band bietet auf 424 Seiten dennoch einen eindrucksvollen Bilderbogen von China. Vor allem viele der jüngeren Fotografen, etwa ab 1980, eröffnen signifikante und überraschende Blicke auf ihr Land. Aus ihren Reihen würde man sich in nächster Zukunft auch eigene Werk-Kataloge wünschen.
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Joachim Marzahn, Beatrice André-Salvini, Jonathan Taylor, und Matthias Wolf Babylon. Mythos und Wahrheit Kataloge zur gleichnamigen Ausstellung im Pergamonmuseum Berlin 26. Juni - 5. Oktober 2008. Das Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße von Babylon mögen die ausdrucksstärksten Objekte der Ausstellung sein, doch wie auch kleinere der mehrere tausend Jahre alten Plastiken, Statuen, Kultgegenstände, Kleinode, Keilschrifttafeln, Siegelrollen oder Ziertafeln durch ihre Feinheit, ihren Ausdruck und die meisterliche Handwerkskunst bestechen, zeigt ein 49,5 x 37 x 4,8 Zentimeter großes, tönernes Kultbild der sogenannten Königin der Nacht. Es ist ein überaus beredtes und kunstvolles Zeugnis der religiösen Symbolkraft der Göttin Ischtar oder ihrer Schwestergöttin Ereschkigal. Der erste von zwei Katalogbänden präsentiert auf 648 Seiten unter dem Titel Wahrheit archäologische Objekte im Pergamon-Museum in Berlin. Die Ausstellung vereint, in einer bisher einmaligen Kooperation, die babylonischen Schätze der Staatlichen Museen Berlin, des Louvre in Paris und des British Museum in London. Aufsätze zur Archäologie, Sprachforschung, Geschichte und Kultur verorten die Fundstücke und versuchen die altorientalische Hochkultur an den Ufern des Euphrat wissenschaftlich aufzuspüren. Der zweite, etwas schmalere Katalogband mit dem Titel Mythos behandelt in elf Essays die Bilder von Babylon in den Erinnerungskulturen der Welt. Wie kaum eine andere archaische Stadt haben der Aufstieg Babylons zum gigantischen Imperium und sein Untergang bis heute mythisch-symbolische Tradierungen inspiriert. Dabei steht Babylon für Hybris, Macht, Gewalt, Verschwendung, Tyrannei und Monstrosität und die alttestamentarische Geschichte vom Turmbau zu Babel ist dafür die Metapher schlechthin. Doch auch Pracht und Glanz, wie die sagenumwobenen Hängenden Gärten der Semiramis, die in der Antike zu den sieben Weltwundern zählten, bestimmen die Imaginationen über Babylon. Sie haben im Laufe der Jahrtausende das historische Bild der Stadt zurückgedrängt und weltweit unter Malern, Musikern und Dichtern immer neue Adaptionen gefunden: Das Bild der Hure Babylon in den religiösen Darstellungen des Mittelalters, der König Nebukadnezar - bei William Blake ist er dem Wahnsinn verfallen und zum Raubtier mutiert -, Semiramis die Herrscherin, von Edgar Degas in ihrem Aspekt als Bauherrin wiedergegeben oder der Turm zu Babel, in dem heute viele ein Sinnbild für die gigantomanische Baupolitik moderner Metropolen sehen wollen. Wahrheit im Mythos und Mythos als Wahrheit, geglaubte Wahrheiten, die sich als Mythen entpuppen, dieses Spannungsverhältnis hält einen in den buchstäblich gewichtigen und visuell üppigen Katalogbänden im Bann.
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Friedrich Ernst von Garnier
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Joachim Jäger (Hrsg.)
Der
kiloschwere Katalogband stellt Arbeiten des Fotografen aus den letzten 21
Jahren vor: sozial bestimmte Motive und zunehmend abstrakte Themen, die
Material- und Lichtuntersuchungen und das Foto als Installation und Objekt
präsentieren. Es sind Aufnahmen, die der Künstler selbst oder andere
Fotographen von seinen Ausstellungen in den Museen der Welt gemacht haben,
die also das Tillmann'sche Werk in Kommunikation mit dem jeweiligen
Ausstellungsort zeigen.
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Michael Roth, u.a.: Matthias Grünewald. Zeichnungen und Gemälde
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Kerstin Decker: Paula Modersohn-Becker. Eine Biographie Paula Modersohn-Becker und Rainer Maria Rilke wäre ein anderer, möglicher Titel dieser spannenden biographischen Recherche zweier Schwesterseelen. Berlin, neben ihren Lebenspolen Worpswede und Paris nur ein Zwischenspiel, lernt Paula Becker 1896 und 1901, zwischen Mal- und Kochkurs kennen. Sie werde fromm in dieser unfrommem Stadt, schreibt sie. Eine Schwäche des Buches ist vielleicht der vertraulich spöttelnde Ton, mit dem die Biographin die Weggefährten der Künstlerin bedenkt, die Rilke, Clara Westhoff, Lou Andreas-Salomé, Otto Modersohn ... |
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Literatur
in Berlin:
www.literarisches-berlin.de
© 2008-2011 yuba edition / Brigitte
Pross-Klappoth (Berlin)
Fotos ©
B.Pross-Klappoth (wenn nicht anders angegeben)
Stand: 24. April 2012