Welt-Philosophien
|
Neue Bücher
Gott ist schön:
Al-Kindi
Der Ozean im Fingerhut:
Human Condition. Mitgefühl und
Selbstbestimmung
|
||||||||||||
|
|
|||||||||||||
|
|
Johan Huizinga
Dass die so „junge“
Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika ein
geschichtsinteressiertes europäisches Publikum langweilen müsse,
entspringt einem eurozentrischen Missverständnis. Das weist der
niederländische Historiker Johan Huizinga in seinen vier Essays aus den
Jahren 1918 bis1928 über die moderne Kulturgeschichte der USA nach.
Danach nimmt der europäische Blick die USA als ausschließlich europäisch
geprägt wahr und verfehlt damit das Besondere dieses „neuen“
Staatenbundes. ....mehr
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Aus dem Guru Granth
Sahib
In der Region um den
nordindischen Bundesstaat Panjab und die Stadt Amritsar, dem Teich des
Nektars der Unsterblichkeit, konzentriert sich heute die ca. zwanzig
Millionen Menschen zählende Bevölkerung der Sikh. Im Unterschied zu den
Hindus sind die Sikh monotheistisch, lehnen die Verehrung von
Götterbildern und das Kastensystem ab und berufen sich auf das von Guru
Bhai Gurdas zusammengestellte, uranfängliche Buch Guru Granth Sahib oder
Adigranth der Hymnen und heiligen Gesänge. Die Verehrung der göttlichen
Person ist für den Gesangsvortrag bestimmt und geht auf die ersten fünf
Gurus und auf eine Vielzahl von Dichterheiligen des 16. Jahrhunderts
zurück. ....mehr
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Günter Figal
Die Betrachtung von Kunst,
die weder direkt von Nutzen ist, noch eine Handlung im eigentlichen
Sinne darstellt, ist in ihrer Passivität doch voll von Spannung und
Leben. Sie ähnelt dem „unbefangenen, absichtslosen Hinschauen“ der
Philosophie, die seit jeher, trotz eines eindeutigen Mangels an
Nutzenorientiertheit, menschliches Verhalten und das Verhalten in ganzen
Kulturen leitete.
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Yomb May
Georg Forsters
„literarische Weltreise“ ist ein zweifacher Brückenschlag. Zunächst ist
sie eine Vermittlung zwischen Europa und der Südsee seiner Zeit. Weiter
verbindet der Bericht das heutige Selbstverständnis Europas, als Kultur
der Aufklärung, mit ihren Wurzeln Der Bericht des Entdeckers und frühen
Vertreters der Ethnologie und Ethnographie wird vom Autor als Dialektik
des europäischen Aufklärungsprojektes im Spiegel der Südsee-Entdeckung
gelesen und wird somit zur Grundlage eines kritischen Diskurses zu
Europa und seiner Fremdwahrnehmung.
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Ibn Khaldun
„Dies ist die Komposition
Ibn Khalduns, der das Zepter des Sieges auf dem Felde des diskursiven
Denkens errungen hat.“ Diese Zeile ziert die letzte Seite der
Autobiographie Ibn Khalduns und obwohl nicht bekannt ist, wer sie
schrieb, steht sie exemplarisch für die Bedeutung, die er als Philosoph
und Begründer von Wissenschaft in der arabischen Welt seit dem
ausgehenden 14. Jahrhundert eingenommen hat.
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Mystik.
Weise und Mystiker, die
einen direkten Weg zu Gott suchen, behaupten in allen religiösen
Traditionen Asiens und Europas während der letzten 2000 Jahre ein
bedeutenden Rang. Diesen Zeitraum deckt die weltweit erste Kultur
vergleichende Ausstellung zum Thema Mystik im Rietberg Museum in Zürich
ab. Die Aussteller beabsichtigen dabei keine Definition des fragwürdigen
Sammelbegriffs der Mystik, sondern zeigen anhand von vierzig
Fallbeispielen, teils berühmter, teils weniger bekannter geistiger
Meister einen exemplarischen Querschnitt der mystischen Befassung durch
die Kulturen und die Jahrhunderte hinweg.
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Axel Honneth Freiheit, besonders individuelle Freiheit als Schlüsselidentifikation des postmodernen Menschen, lässt sich nicht rechtlich, normativ oder politisch erreichen, sondern muss in sozialer Praxis und in sozialen Kämpfen entstehen und erfochten werden. Die Philosophie kann dabei versprachlichen und verfeinern und eine Analyse der gesellschaftlichen Reproduktionsverhältnisse und ihrer moralischen und ethischen Implikationen beisteuern. Axel Honneth (geboren 1949), Schüler von Jürgen Habermas und Vertreter der „Frankfurter Schule“ beginnt seine Abhandlung des Freiheitsbegriffs mit der Frage: Was ist gerecht? In der Antike noch mit der leicht nachzuvollziehenden Absichtsbekundung, jedem das seine zu geben, entschieden, fällt das Urteil heute weit weniger deutlich aus. ...mehr |
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Jan Assmann Ein „hockaktuelles Angebot zu Frieden und Verständigung unter den Religionen“ sei das Konzept der religio duplex, das in allen großen Religionen eine Zweiteilung erkennt. Nur die sichtbaren, exoterischen Seiten der Religionen, die offenbarten Religionen unterscheiden sich voneinander. Die esoterische Seite dagegen – der Autor nennt sie die natürliche Religion oder Religion der Philosophen – eint Judentum, Christentum und Islam mit den ägyptischen oder griechischen Polytheismen, die alle das Heraklit´sche hen kai pan, die All-Einheit suchen. ...mehr
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Stanley Cavell
Wenn die ganze Welt von
Filmen fasziniert ist, warum beschäftigt sich dann die Philosophie nicht
mit der Frage, was die Menschen an ihnen finden?
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Al-Suhrawardi
Die Lichtsymbolik hat im
zoroastrischen „Glücksglanz“, im koranischen „Lichtvers“ und in der
neuplatonischen Lehre ihre Bezugspunkte. Shihab al-Din al-Suhrawardi macht
sie in seiner philosophischen Abhandlung darüber hinaus zum Grundbaustein
seiner kosmologisch-anthropologischen Weltschau.
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Jacques Derrida
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Boris Roman Gibhardt Das Auge der Sprache Ornament und Lineatur bei Marcel Proust Das monumentale, siebenbändige Hauptwerk Marcel Prousts, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, ist eine fiktive Autobiographie, die ihr Leitmotiv aus der Anstrengung bezieht, die es kostet, sich gegen das Unvermögen zu lückenlosem Erinnern aufzulehnen und eine Version der Wirklichkeit zu erinnern, zu formulieren und festzuhalten. Die vorliegende Arbeit problematisiert die Verknüpfung von Bild und Sprache in Prousts Schreiben. Indem der Autor die Erinnerung genauer als Wahrnehmung der Vergangenheit fasst, verschiebt er den Blickwinkel auf die Proust´sche Ästhetik und ermöglicht eine tiefergehende Interpretation. Das Subjektive der Wahrnehmung und die Imagination einer ganz eigenen Wirklichkeit werden zum grundmenschlichen Versuch, die Trennung zu der Welt der Erscheinungen zu überbrücken. Bildlichkeit und bildhafte Sprache verleihen der subjektiven Imagination der Wirklichkeit Raum zur Entfaltung und in der Sprache selbst vollendet sich die Erfahrung dieser Wirklichkeit. ... mehr |
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Thomas Schölderle Utopia und Utopie. Thomas Morus, die Geschichte der Utopie und die Kontroverse um ihren Begriff. Thomas Morus erschuf zu Beginn des 16. Jahrhunderts die fiktive Insel Utopia, und gab damit, der von Platon mit der Politeia initiierten Tradition der Vision einer idealen Gesellschaft einen eigenen Begriff. Seither steht Utopia und die Utopie für vieles: Der positiven Konnotation von Utopia als idealem, fast paradiesischem Zustand des Zusammenlebens, steht die Kritik entgegen, die in dem Begriff den gedanklichen Vorläufer der großen totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts sieht. Im Volksmund schließlich wird das Utopische schlicht als Synonym für das Unmögliche und Realitätsferne gebraucht. Thomas Schölderle versucht in seiner Dissertation eine Begriffsklärung. Morus ist für ihn der Kulminationspunkt, nicht nur als Wortschöpfer. In seinem Utopia sind bereits die verschiedenen Facetten des Begriffs und seine Ambivalenz angelegt. ... mehr |
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Peter Heather Invasion der Barbaren Die Entstehung Europas im ersten Jahrtausend nach Christus Aus dem Englischen von Bernhard Jendricke, Rita Seuß, Thomas Wollermann. Lange herrschte in der europäischen Geschichtsschreibung bei dem Stichwort Völkerwanderung das Bild einer mehr oder weniger planlosen Massenmigration von barbarischen Völkern vor, die im 1. Jahrtausend das mittelmeerische Imperium der Römer durch ihr „Einsickern“ zerschlugen und auf deren völkische Besonderheiten sich die Gründungsmythen zahlreicher moderner europäischer Staaten stützen. Dem setzt Heather die These von einem einheitlichen Reaktionsmuster der kleinen, unentwickelten politischen Einheiten des barbarischen Europa entgegen, die mit ihrer kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Kraft auf die Ungleichheit der antiken imperialen Ordnung antworteten und neue Gruppenidentitäten schufen. Die Massenmigration stellt er nicht in Frage, aber er sieht in ihr nicht die Ursache des Wandels, sondern seine Folge. Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis macht den Anspruch einer Gesamtdarstellung deutlich: Migration und Staatenbildung von Hunnen, Germanen, Slawen und Wikingern zeichnen das Bild einer ersten, sich vor dem Hintergrund von erstarkenden Erbdynastien abzeichnenden europäischen Einheit. Durch Handel, auch mit außereuropäischen Reichen, wie Byzanz und den Kalifaten des Nahen Ostens, neue Waffentechnologie und das Aufkommen der Burgenarchitektur stellten sich Reichtum und Sicherheit eines nicht geographisch, sondern kulturell-militärisch bestimmten Mitteleuropas ein. Den Begriff des Barbaren, in der Antike ein Pejorativ, benutzt Heather wertfrei. So vermittelt er kein Bild von wilden unzivilisierten Volksmassen. Ebenso wenig stützt er die soziologische These eines relativ friedlichen durch Migration erzwungenen Übergangs zu neuen Herrschaftsformen. ... mehr
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Karen Gloy Philosophiegeschichte der Zeit Die Philosophie der Zeit ist unumstößlich von Platons Zeit-gedanken geprägt, ein (in sich) bewegtes Abbild des im Einen verharrenden Ewigen wie er ihn im Timaios gefasst hat und wie er in über zwei Jahrtausenden aufgegriffen, modifiziert oder in Theorien polemisch gegen ihn gewendet wurde. Die Bezugnahme ist selbst dort noch zu spüren, wo der Traditionszusammenhang verlassen wird und neue Themen auf den Plan kommen. Ihre Interpretationen der Zeittheoretiker, der Vorsokratiker, von Platon, Aristoteles, Plotin, Augustinus, Newton, Kant, Husserl und Heidegger stellt Karen Gloy in diesen philosophie-geschichtlichen Rahmen. Wenn die Vorsokratiker in ihrem mystisch-zyklischen Zeitbild die Gestalt der Zeit als gleichzeitiges Existieren in ewiger Präsenz fassten und das klassische, mentale Denken sein Konzept im Linearen und Relativistischen verankerte, so würde die Autorin die Idee der Zeitgestalt der Postmoderne eher als Rhizom wiedergeben. In den vorliegenden einzelnen Essays verdichtet Gloy die Fülle der Zeitvorstellungen aus Physik, Psychologie, Ethnologie, Kunst und Sprachwissenschaften und schlägt einen großen Fächer von heterogenen Zeitbegriffen unterschiedlicher Völker, Kulturen und Epochen auf. Doch schließlich zeigt sie, wie wenig fassbar, bestimmbar, Zeit als solche ist und wie die Auffassung der Zeit vor dem Hintergrund des jeweiligen geschichtlichen Bewusstseins in ihren Interpretationen changiert. |
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Pierre Clastres Für diesen Band, der
innerhalb der Reihe Transpositionen bei Diaphanes erschienen ist,
wurden vier Essays Clastres’ aus den Jahren 1969 bis1977, die posthum in
Recherches d`’anthropologie politique veröffentlicht wurden,
ausgewählt.
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Josef Peter Jeschke, Hans-Joachim Simm (Hg.) Authentische Textzeugnisse aus den Religionen der Welt und ein auffallend reicher Bilderschmuck machen das knapp 250-seitige Kalenderbuch zu einem multireligiösen Brevier. Jede Kalenderwoche wird von einem Text und einer zugehörigen Illustration gerahmt, die eines der im Kalendarium vermerkten Daten herausheben. Die wichtigsten Feste und Feiertage der Weltreligionen – des Christentum, des Judentum, des Islam, des Hinduismus, des Buddhismus und anderer Religionen – werden durch je eine eigene Farbe ausgewiesen; die unter andere zusammengefassten Religionen, wie Jainismus, Jesidentum, Zoroastrismus, Shinto oder Bahai teilen sich eine gemeinsame farbliche Kennzeichnung. Mit einem Fußbodenmosaik aus einer Synagoge, der Abbildung eines chinesischen Mondkalenders, einem Vers aus einer Koransure und einer Textstelle aus der Genesis beginnt der Kalender, eine Nachbemerkung zur Bedeutung des Festes im Allgemeinen und kurze Erläuterungen zu den verschiedenen Kalendersystemen beschließen ihn.
|
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Dominique Bourel: Moses Mendelssohn. Begründer des modernen Judentums. Eine Biographie Für seine 2004 auf Französisch und jetzt auf Deutsch erschienene Biographie Moses Mendelssohns wurde Dominique Bourel 2005 mit dem deutsch-französischen Parlamentspreis ausgezeichnet. Fein zeichnet er Mendelssohns Lernjahre in Dessau, seinen Umzug ins Berlin Friedrichs II, das Gewebe der Beziehungen zu den Denkern seiner Zeit. Über 600 Seiten vermag er es, den Leser mit der Geschichte des Sohnes eines einfachen Thora-schreibers zu fesseln, des Mannes, dem Gotthold Ephraim Lessing mit seinem „Nathan der Weise“ ein Denkmal setzte. Mendelssohns „Phädon“, dem meistgelesensten Werk der deutschen Aufklärung, widmet Bourel ein ganzes Kapitel und „belegt damit die Verwandlung des 'Mosche Dessau’ in den deutschen Platon und den Sokrates von Berlin“. Ein Schatz für sich ist der 200-seitige Anhang des Buches mit Anmerkungen, Quellen-Nachweis, Bibliographie und Personenindex. |
bestellen bei
|
|||||||||||
![]() |
Richard Rorty
Rorty sucht die Philosophie pragmatisch zu verorten:
Was kann die Phantasie der Intellektuellen, die im Sinne des Common
sense materialistisch und utilitaristisch denken, heute noch an der
philosophischen Literatur fesseln? In der vorliegenden Sammlung, die
philosophische Texte über die Zeitspanne von 1996-2006 enthält und von
Rorty selbst zusammengestellt wurde, spannt er einen weiten Bogen von den
Vorsokratikern, Naturalisten, Moralphilosophen, zur analytischen
Philosophie, um in Anlehnung an den Pragmatismus von Wittgenstein, Dewey,
James, Peirce, die Kulturpolitik an die Stelle der Ontologie zu setzen.
Erkenntnissuche ist absolut passé und angelehnt an den späteren
Wittgenstein, der
das
Ziel in der Philosophie darin sah, der
Fliege
den
Ausweg
aus dem Fliegenglas zu zeigen, will Rorty einen solchen Ausweg in den
Errungenschaften des Liberalismus aber ohne den ihn begleitenden
Rationalismus finden.
|
bestellen bei
|
|||||||||||
|
|
Martin
Kämpchen (Hg.): Shri Ramakrishna
(1836-1886), der heute von vielen Hindus in Indien und der ganzen Welt als
Avatara, als göttliche Inkarnation, verehrt wird, bezeichnete sich selbst,
in Ablehnung von Titeln wie Guru oder Meister, als Staub
vom Staub auf den Füßen der Bhaktas, der Gottliebenden. Der aus
ärmlichen bäuerlichen Verhältnissen in Westbengalen Stammende, folgte
seinem älteren Bruder in den Kali-Tempel von Dakshineshvar bei Kalkutta,
dessen Priester er 1856, nach dem Tod des Bruders, wurde. Zwölf Jahre lang
unterzog er sich den Übungen von Lehrern und Lehrerinnen der
unterschiedlichsten Glaubensrichtungen, einschließlich christlicher und
islamischer, und gelangte auf all diesen Wegen zur Gotteserfahrung. Die
Wirkung seiner häufigen, von körperlichen Zusammenbrüchen begleiteten
Ekstasen und Visionen auf seine Zeitgenossen war durchaus widersprüchlich:
Eines Morgens kam in einer klapprigen Pferdekutsche ein unordentlich
ausschauender junger Mann, ungenügend gekleidet und mit einem weniger als
ungenügenden Benehmen. Er wurde uns als Ramakrishna, der Paramahamsa von
Dakshineshvar, vorgestellt. Seine Erscheinung war so anspruchslos und
einfach, …Doch bald begann er sich in einem tranceähnlichen Zustand zu
unterhalten, wobei er von Zeit zu Zeit gänzlich bewusstlos wurde. Was er
sagte war jedoch so tief und schön, dass wir bald erkannten, dass er kein
gewöhnlicher Mensch war. Die in diesem Band vorgestellten Gespräche
mit seinen Schülern, wurden von Mahendranath Gupta, einem
Schulleiter aus Kalkutta aufgezeichnet, der Shri Ramakrishna regelmäßig
besuchte, auf seinen Ausflügen begleitete und einen präzisen Eindruck von
dem Kreis der Menschen gibt, der den Heiligen umgab. Ein Glossar der
religiösen Begriffe, der Alltagsbegriffe und der Namen und vor allem der
ausführliche Kommentar des Übersetzers und Herausgebers haben ihren Anteil
an dieser schönen Ausgabe.
|
bestellen bei
|
|||||||||||
|
|
Ernst Bloch Der unbemerkte Augenblick Feuilletons für die "Frankfurter Zeitung" 1916-1934 Liegt es an den Autoren, am Publikum oder an den Redakteuren? Der größte Teil der 63 Feuilletons Ernst Blochs würde heute in keiner der großen deutschsprachigen Zeitungen abgedruckt werden. Natürlich ist es anspruchsvolle Kost und auch Siegfried Kracauer, seiner Zeit Feuilletonredakteur der Frankfurter Zeitung – nach Bloch das Urblatt der Gediegenheit – nahm nicht alles, was der Philosoph ihm schickte. Die Essays und Anekdoten, die Landschafts-, Zeit- und Gesellschaftsbilder, die Besprechungen und kleinen Stücke taugen nicht als Unterhaltungslektüre. Blochs Sprache schreckt vor keinem Verständigungswagnis zurück und spürt das Tiefe und Bedeutungsvolle unter jeder Oberfläche auf: das affektive Erlebnis einer frühesten Morgenstunde, das Lesen in der uralten, mythologisch durchfurchten Landschaft des Brockens oder im wässrigen, jung besiedelten Kolonistenland Brandenburgs, in dem Berlin, ohne im geringsten über sich täuschen zu können … das Gespenst einer besseren Zukunft sein könnte. Auch die Verteidigung Karl Mays - einer der besten deutschen Erzähler - gegen seine bürgerlichen Kritiker, allerdings nur des Karl May bis zum Reich des silbernen Löwen!? Ein Ende 1927 erschienener Essay, Der unbemerkte Augenblick, der auch dieser Sammlung den Titel gibt, gehört zu sechs hier abgedruckten Neufunden. Es ist eine Art Kontemplation über die Schwierigkeit, den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen, sich zum großen Jetzt konkret zu verhalten und vielleicht das Eindrucksvollste dieser nicht leicht und dennoch mit großem Genuss zu lesenden philosophischen Feuilletons.
|
bestellen bei
|
|||||||||||
|
|
|||||||||||||
Literatur
in Berlin:
www.literarisches-berlin.de
© 2008-2011 yuba edition / Brigitte
Pross-Klappoth (Berlin)
Fotos ©
B.Pross-Klappoth (wenn nicht anders angegeben)
Stand: 09. Mai 2012